Nachdem Gwenno Saunders drei Alben auf Walisisch und Kornisch veröffentlicht hat, ist „Utopia“ Gwenno Saunders‘ erstes hauptsächlich auf Englisch aufgenommenes Album, das eine ganz andere Seite ihres Lebens und ihres Schreibens offenbart. Mit 43 Jahren war Saunders schon viele Menschen. Die desillusionierte Teenagerin aus Cardiff; die Tänzerin in Las Vegas mit 17; die Leadsängerin der Indie-Pop-Band The Pipettes. Sie hat auch die Hauptrolle in einem Bollywood-Film gespielt, ist durch Clubs getourt und hat in einem Pub im Osten Londons die Böden geschrubbt. Lange bevor sie für ihre Arbeit auf Walisisch und Kornisch eine gefeierte Singer-Songwriterin wurde – Gewinnerin des Welsh Music Prize, Nominierte für den Mercury Prize und umjubelte Bardin des kornischen Gorsedh – gab es die Jahre, die sie zwischen Nevada, London und Brighton verbrachte; der irische Tanz, die Techno-Clubs, die Unordnung und das Chaos. „Utopia“, Saunders‘ viertes Soloalbum, ist eine aussergewöhnliche Erkundung all dieser Identitäten. Während sie ihre ersten drei Alben – Y Dydd Olaf (2014), Le Kov (2018) und Tresor (2022) – als „Kindheitsalben“ betrachtet, die in ihrer Erziehung, ihren Eltern und ihrer Identität verwurzelt sind, markiert „Utopia“ einen Moment der Selbstbestimmung und des Experimentierens. Es sind Lieder der Entdeckung, der Jahre zwischen dem Leben als Tochter und dem Leben als Ehefrau und Mutter. Die Lieder reichen von tanzbaren Nummern bis hin zu Klavierballaden, mit Beiträgen von Cate Le Bon und H. Hawkline sowie Anspielungen auf William Blake, ein Lieblingsgedicht von Edrica Huws und den Bus Nr. 73. Es ist ihr bisher vollendetstes Werk.
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