Mit dieser Gesamteinspielung von Mendelssohns „Liedern ohne Worte“ erkundet der französische Pianist Bertrand Chamayou ein paradoxes Monument: ein gefeiertes Werk, von dem jedoch nur wenige Stücke konzertant aufgeführt werden. Für den Musiker ist diese Sammlung von 48 Stücken ein persönliches Lebenstagebuch, das ein Universum unendlicher Zartheit entfaltet. Die Abwesenheit von Text lässt das Klavier wie eine menschliche Stimme singen. Bertrand Chamayou verleiht dem Werk eine leuchtende Nostalgie und verwandelt das Hörerlebnis in einen poetischen Spaziergang durch ein altes Familienalbum. Eine musikalische Reise, die es auf diesem Doppelalbum neu zu entdecken gilt.
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