Nach „New Long Leg“ (2021) und „Stumpwork“ (2022) ist „Secret Love“ Dry Cleanings bislang umfangreichstes, experimentellstes und ambitioniertestes Album. Das Quartett aus Südlondon etabliert sich in der Avantgarde des Rock, indem es die Reagan-artige Paranoia des 80er-Jahre-Hardcore mit dem trockenen Stolz von Keith Richards vermischt und so nahtlos von Stoner Rock zu No Wave wechselt. Florence Shaws akribisch abgestimmter Vortrag reiht sie in eine Ahnenreihe von Spoken-Word-Künstlern ein, die von Laurie Anderson bis zu Sue Tompkins von Life Without Buildings reicht. Produziert von Cate Le Bon im Studio Black Box im Loiretal, signalisiert „Secret Love“ ein neues Dry Cleaning, optimistischer und selbstbewusster denn je.
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