HOURGLASS

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Fnac Das erste Album unter dem Label Naïve für die amerikanische Pianistin Simone Dinnerstein und ihre Musikerfreunde vom Baroklyn Ensemble, die sich hier in die Klangwelten von Philip Glass vertiefen, mit der Suite aus The Hours und dem Tirol Concerto, zwei Werken für Klavier und Streichorchester. Philip Glass, eine Ikone der New Yorker Musik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und eine Schlüsselfigur der Minimal-Bewegung, schuf Atmosphären, die sich wie geschaffen für die grosse Leinwand eigneten. 2002 beauftragte ihn Regisseur Stephen Daldry mit der Komposition der Musik für seinen neuen Film *The Hours*, in dem Nicole Kidman, Julianne Moore und Meryl Streep drei Frauen aus drei verschiedenen Epochen verkörperten. Für diese Meditation über das Dasein der Frau und den Lauf der Zeit schuf der amerikanische Komponist eine Partitur, die zum Sinnbild seines späteren Stils wurde – ein wahres Manifest für eine gewisse expressive Schlichtheit, in der sich Schichten und Motive stetig und subtil wandeln und so ein hochkomplexes polyphones Universum erschaffen, das mit seinen weitläufigen Klanglandschaften fesselt. Die für Daldry komponierte, prachtvolle Partitur wird von Michael Riesman (Musikdirektor des Philip Glass Ensemble und enger Mitarbeiter des Komponisten) treffend als dreisätzige Suite für Klavier, Streicher, Harfe und Celesta zusammengefasst, die hier von der Pianistin Simone Dinnerstein und ihrem New Yorker Ensemble Baroklyn aufgeführt wird. Ihre ausdrucksstarke Phrasierung (1. Satz), ihre ruhige Souveränität und der durchweg tiefgründige Anschlag der amerikanischen Pianistin unterstreichen die beinahe klassische Eleganz, die an ein wiederentdecktes Mozart-Konzert erinnert. Diese wahrhaft bewegende Interpretation fängt die tiefe künstlerische Verbundenheit perfekt ein, die Simone Dinnerstein und Philip Glass seit vielen Jahren verbindet, wie das Foto ihrer zärtlich verschränkten Hände im Zentrum des Albums beweist. Im Mai 2025 widmeten sich die Instrumentalisten von Baroklyn im Rahmen derselben Session auch dem TIROL CONCERTO (2000), dem ersten Klavierkonzert des Komponisten, das hier nur von Streichern begleitet wurde. Zwei kurze, fliessende Sätze im neobarocken Stil rahmen eine gewaltige Elegie ein, die Musik für einen imaginären Film, durchdrungen von zahlreichen Anklängen an seine 1994 begonnenen Klavieretüden. Simone Dinnerstein sieht eine natürliche Kontinuität zwischen der Musik von Philip Glass und der von Johann Sebastian Bach, dem Thema ihrer grössten Leidenschaften und dem Schwerpunkt ihrer Arbeit mit Baroklyn. Laut Dinnerstein teilt der amerikanische Zeitgenosse viele Eigenschaften mit dem Leipziger Kantor: einen tiefgründig polyphonen Ansatz, das Streben nach absoluter Unabhängigkeit jeder einzelnen Stimme und ein ausgeprägtes Gespür für Melodie. Die im Wesentlichen repetitive Musik von Glass, die von Simone Dinnerstein und ihren Baroklyn-Mitgliedern hochgehalten wird, entfaltet vor allem einen unglaublich grosszügigen Geist.

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Das erste Album unter dem Label Naïve für die amerikanische Pianistin Simone Dinnerstein und ihre Musikerfreunde vom Baroklyn Ensemble, die sich hier in die Klangwelten von Philip Glass vertiefen, mit der Suite aus The Hours und dem Tirol Concerto, zwei Werken für Klavier und Streichorchester. Philip Glass, eine Ikone der New Yorker Musik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und eine Schlüsselfigur der Minimal-Bewegung, schuf Atmosphären, die sich wie geschaffen für die grosse Leinwand eigneten. 2002 beauftragte ihn Regisseur Stephen Daldry mit der Komposition der Musik für seinen neuen Film *The Hours*, in dem Nicole Kidman, Julianne Moore und Meryl Streep drei Frauen aus drei verschiedenen Epochen verkörperten. Für diese Meditation über das Dasein der Frau und den Lauf der Zeit schuf der amerikanische Komponist eine Partitur, die zum Sinnbild seines späteren Stils wurde – ein wahres Manifest für eine gewisse expressive Schlichtheit, in der sich Schichten und Motive stetig und subtil wandeln und so ein hochkomplexes polyphones Universum erschaffen, das mit seinen weitläufigen Klanglandschaften fesselt. Die für Daldry komponierte, prachtvolle Partitur wird von Michael Riesman (Musikdirektor des Philip Glass Ensemble und enger Mitarbeiter des Komponisten) treffend als dreisätzige Suite für Klavier, Streicher, Harfe und Celesta zusammengefasst, die hier von der Pianistin Simone Dinnerstein und ihrem New Yorker Ensemble Baroklyn aufgeführt wird. Ihre ausdrucksstarke Phrasierung (1. Satz), ihre ruhige Souveränität und der durchweg tiefgründige Anschlag der amerikanischen Pianistin unterstreichen die beinahe klassische Eleganz, die an ein wiederentdecktes Mozart-Konzert erinnert. Diese wahrhaft bewegende Interpretation fängt die tiefe künstlerische Verbundenheit perfekt ein, die Simone Dinnerstein und Philip Glass seit vielen Jahren verbindet, wie das Foto ihrer zärtlich verschränkten Hände im Zentrum des Albums beweist. Im Mai 2025 widmeten sich die Instrumentalisten von Baroklyn im Rahmen derselben Session auch dem TIROL CONCERTO (2000), dem ersten Klavierkonzert des Komponisten, das hier nur von Streichern begleitet wurde. Zwei kurze, fliessende Sätze im neobarocken Stil rahmen eine gewaltige Elegie ein, die Musik für einen imaginären Film, durchdrungen von zahlreichen Anklängen an seine 1994 begonnenen Klavieretüden. Simone Dinnerstein sieht eine natürliche Kontinuität zwischen der Musik von Philip Glass und der von Johann Sebastian Bach, dem Thema ihrer grössten Leidenschaften und dem Schwerpunkt ihrer Arbeit mit Baroklyn. Laut Dinnerstein teilt der amerikanische Zeitgenosse viele Eigenschaften mit dem Leipziger Kantor: einen tiefgründig polyphonen Ansatz, das Streben nach absoluter Unabhängigkeit jeder einzelnen Stimme und ein ausgeprägtes Gespür für Melodie. Die im Wesentlichen repetitive Musik von Glass, die von Simone Dinnerstein und ihren Baroklyn-Mitgliedern hochgehalten wird, entfaltet vor allem einen unglaublich grosszügigen Geist.


Produktspezifikationen

Marken Naive Classique (Indigo)
EAN
  • 3700187692384
MPN
  • V9238


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