Olivier Fortin und Emmanuel Frankenberg präsentieren ein Programm mit Bearbeitungen französischer Orchesterwerke für zwei Cembali: „Diese Praxis war im 17. und 18. Jahrhundert weit verbreitet und ermöglichte es den Menschen, beliebte Opernarien zu Hause oder in Salons nachzuspielen.“ Darunter befindet sich Rameaus berühmtes „Les Sauvages“, ein Hit jener Zeit, ursprünglich für Cembalo solo geschrieben und später vom Komponisten für Les Indes galantes orchestriert. Hier erklingt eine für zwei Cembali bearbeitete Fassung, die näher an der Orchesterfassung ist. Das Programm umfasst ausserdem Werke von Marin Marais, Jean-Henri d’Anglebert, Jacques Champion de Chambonnières, Louis Couperin und Nicolas Lebègue. Die langjährigen Weggefährten Fortin und Frankenberg wählten Instrumente, deren Klangfarben zum französischen Stil passten, und hatten sichtlich Freude daran, diese musikalische Reise zu komponieren: „Wir haben viel recherchiert, experimentiert, ein riesiges Repertoire erkundet und sehr frei viele Möglichkeiten auf dem Tasteninstrument ausprobiert, um herauszufinden, was als Duo am besten klingt… Wenn es stimmt, dass ein Cembalo wie ein Cembalo klingt, dann klingen zwei Cembali wie vier! Als Duo können wir klanglich noch viel weiter gehen.“
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