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Renée Chemet (1887–1977) war eine der angesehensten französischen Geigerinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Als gefragte Solistin konzertierte sie in ganz Europa und Nordamerika und trat in den grossen Musikmetropolen Berlin und Wien mit legendären Dirigenten wie Arthur Nikisch, Gustav Mahler und Fritz Steinbach auf. 1916 kam sie erstmals nach London, um mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Thomas Beecham die Symphonie espagnole zu spielen. Ihr amerikanisches Konzertdebüt gab sie 1921 in der Carnegie Hall mit Saint-Saëns’ drittem Violinkonzert unter Willem Mengelberg. Vom Publikum verehrt, trug sie den Beinamen „die französische Kreisler“. Im Mai 1932 reiste sie über Hawaii nach China, Singapur und Japan. Besonders in Japan wurde sie bewundert; ihre Konzerte wurden von der kaiserlichen Familie besucht. Sie lebte dort mehrere Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg, nach dessen Ausbruch sie nach Frankreich zurückkehrte. Chemet nahm in den frühen 1920er Jahren zahlreiche Werke für das Label HMV auf, und ihr unverwechselbarer, von Portamento geprägter Spielstil wurde durch die damaligen Aufnahmetechniken hervorragend eingefangen. Zu den HMV-Aufnahmen von Chemet, die auf dieser CD-Wiederveröffentlichung enthalten sind, gehören Tartinis Sonate „Didone abbandonata“, Lalos Violinkonzert und Symphonie espagnole, Saint-Saëns’ Introduction et Rondo capriccioso sowie Wieniawskis brillante Polonaise in A-Dur. Ebenfalls enthalten sind charmante, aber selten gespielte Violinstücke von Simonetti, Chabrier und Grovlez.
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